Spieler beschweren sich darüber, dass es aktuell nicht mehr möglich ist, seinen Account dort zu löschen. Damit reagiert der US-Konzern Blizzard auf die regelrechte Massenflucht, die eingesetzt hatte, nachdem das Unternehmen einen Heartstone-Profi für ein Jahr gesperrt und seine Gewinnprämien eingefroren hatte.

Der Grund dafür: Der so bestrafte Spieler hatte für die Bevölkerung von Hongkong geäußert.

Gegen Massenflucht Löschfunktion deaktivieren

Blizzard hat offenbar alle vier Authentifizierungsmöglichkeiten deaktiviert, die nötig sind, um einen Account zu löschen. Bei entsprechenden Versuchen wird jeweils die Nachricht angezeigt, dass „zu viele Versuche unternommen worden sind“ und dass deswegen diese Authentifizierungsmöglichkeit gesperrt wurde.

Manche Kunden fragen sich, ob Blizzard das vorsätzlich und willkürlich macht oder ob eher das System des Spieleherstellers überlastet ist. Die Tatsache, dass die Löschung eines Accounts vielerorts nicht möglich ist, entfacht die Wut vieler User allerdings aufs Neue.

Gegen Blizzard wird deshalb weiterhin der Aufstand geübt. Bei einem Turnier in den USA wurde ein Banner mit den Worten „Free Hong Kong, Boycott Blizz“ in die Kamera gehalten und zahlreiche Spieler haben auch angekündigt, ihren Blizzard-Account zu löschen und keine weiteren Games des Unternehmens mehr zu kaufen.

Sogar bei dem Unternehmen selbst regt sich der Widerstand. So sollen auch schon Mitarbeiter kurzzeitig die Arbeit niedergelegt haben, umso  gegen den Schritt zu protestieren.