Journalisten, Blogger oder Youtuber, die auf der Spielemesse E3 zu Gast waren, müssen sich jetzt wohl darauf einstellen, eventuell von Gegnern ihrer Arbeit noch zielgerichteter persönlich angegriffen zu werden.

Daten aller Pressevertreter geleakt

Denn dem Veranstalter sind sämtliche Daten der teilnehmenden Pressevertreter abhanden gekommen, und jedermann konnte sich Namen, Privatadressen, Emailadressen, Telefonnummern und andere Daten verschaffen.

Auf der Internetseite der Spielemesse E3, der Electronic Entertainment Expo, konnte jedermann mindestens mehrere Tage, wenn nicht sogar mehrere Wochen lang die Kontaktdaten aller 2.025 registrierten Analysten, Influencer, Journalisten, Korrespondenten und Produzenten für die E3 2019 als Datei downloaden. Darauf hingewiesen hatte die Journalistin Sophia Narwitz in einem Youtube-Video. Die Liste wurde inzwischen vom E3-Veranstalter Entertainment Software Association (ESA) wieder offline genommen.

Aufregung in den Sozialen Netzen

Warnungen vor dem Missbrauch der Daten waren nach Bekanntwerden des Sicherheitsproblems bei der ESA dann auch schnell auf Twitter und in anderen Sozialen Netzwerken zu lesen.

Einige Spielejournalisten werden wegen ihrer Meinungen zu bestimmten Themen oder Spielen schon jahrelang angefeindet, so dass durch das Datenleck eine potenzielle zusätzliche Gefährdung dieser Leute entstanden sein könnte, wird dort argumentiert.

Insgesamt habe die ESA den Medienvertretern einen Bärendienst erwiesen, sagen die Kritiker. Aber naja – shit happens…